Filippo Leutenegger
Die Zürcherinnen und Zürcher haben entschieden: Das lang geplante Sportzentrum Oerlikon kommt. Als Sportminister danke ich den Stimmberechtigten herzlich. Mit diesem «Ja» hat unsere Stadt die Chance ergriffen, ein bedeutendes Projekt für den Sport und die Lebensqualität in Zürich Nord zu realisieren.
Die Diskussionen im Vorfeld waren intensiv – und das ist gut so. Kritikerinnen und Kritiker wiesen auf die hohen Kosten, die Grösse der Anlage und mögliche Auswirkungen auf das Quartier hin.
Für die Mehrheit überwogen offenbar die Vorteile: neue, moderne Infrastrukturen für die Bevölkerung und die Vereine; dringend benötigte Entlastung bestehender Anlagen; ein Ort, an dem Breiten- und Spitzensport, internationale Wettkämpfe und Events möglich sind. Das Abstimmungsergebnis ist ein Vertrauensvotum – für die Sportförderung, für die Attraktivität Zürichs und für eine Politik, die den Bewohnerinnen und Bewohnern Raum für Bewegung, Begegnung und eine gesunde Freizeitgestaltung bereitstellt. Viele sahen im neuen Sportzentrum offenbar einen Gewinn für die ganze Stadt.
Die zusätzliche Wasserfläche ist für Zürich Nord besonders wichtig: Für das Schulschwimmen brauchen wir in den anliegenden Quartieren dringend zusätzliche Kapazitäten. In der Bäderstadt Zürich ist es unerlässlich, dass Kinder schwimmen können – nicht nur als sportliche Fähigkeit, sondern auch als Beitrag zur Sicherheit in unseren Flüssen und Seen. Und wenn Kinder in der Schule schwimmen lernen, entlastet dies die Eltern und macht gemeinsame Besuche in einem unserer zahlreichen Bäder entspannter.
Es wird noch einige Jahre dauern, bis das gesamte Sportzentrum umgesetzt ist und die lange Bauzeit wird das Quartier belasten. Bei der Umsetzung braucht es nun Sorgfalt, Rücksichtnahme, Dialog und regelmässigen Austausch.
Stadtrat Filippo Leutenegger, Schul- und Sportdepartement