Sacha Beuth
Nur alle vier Jahre findet eine Fussball-WM statt. Sie dauert jeweils rund einen Monat. Und sorgt für ausgelassene Stimmung. Spannungsgeladene Spiele, Diskussionen über Schiedsrichterentscheide, Jubelstürme bei Toren undSiegen «seines» Teams sowie Trauer und Konsternation bei Niederlagen – das will man wenn möglich gemeinsam erleben, mit möglichst vielen Gleichgesinnten. Zum Glück gibt es da die Veranstalter von Public Viewings, die friedliche Fussball-Fans nicht nur zusammenbringen, sondern dazu auch fürs leibliche Wohl sorgen. Doch nun droht Ungemach. Aufgrund der Zeitverschiebung in den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada beginnen viele Partien der WM 2026 bei uns erst nach 21 Uhr und dürfen darum laut städtischen (Lärm- bzw. Nachtruhe-)Vorschriften nicht über ein Public Viewing gezeigt werden (siehe Seite 2). Vor allem die AL – die ansonsten mit Freiluftveranstaltungen kein Problem hat, solange sie woke-konform sind und nicht eine kapitalistische Organisation wie die Fifa stützen – pocht auf die Einhaltung der Ruhezeiten. Tausende Sportfans und viele Gastronomen, die ohnehin schwere wirtschaftliche Zeiten durchmachen, müssten in die Röhre gucken. Mit etwas mehr Toleranz fürs Public Viewing könnte man das einfach verhindern – zumal bei der nächsten WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko die Anspielzeiten wieder früher angesetzt sein dürften.
Sacha Beuth, Redaktor