Ohälätz, denke ich, als ich neulich eine hässige Christina Hänni erlebe. Die Tänzerin und Gattin von Luca Hänni liess sich über ihren Ex-Freund und Ex-Tanzpartner Evgeny Vinokurov aus. Das, nachdem dieser in einem Instagram-Post Sachen aufzählte, die er bereut. Eine davon: «Ich hätte früher den Mut haben sollen, meine Tanzpartnerin zu wechseln.» Ein fieser Seitenhieb an Christina, mit der Vinokurov an Wettkämpfen teilgenommen hat. In bester Rosenkrieg-Manier kommentiert sie seinen Beitrag: «Wow … hätte man sich auch sparen können. Aber gut, das hier zu erfahren. 13 gemeinsame erfolgreiche Jahre waren anscheinend nicht ausreichend.» Darauf Vinokurov: «Christina, es zeigt einfach noch mal, dass du nicht wirklich reflektiert bist.» Es folgt ein Shitstorm, in dem sich Hänni- und Vinokurov-Fans Saures geben.
Ich denke an ältere Rosenkriege zurück. An Florian Ast und Francine Jordi zum Beispiel. 2012 wettere das Schlagerschätzli im «Blick», dass Florian sie mit der Sängerin und Schauspielerin Sol Romero betrogen hat. Rausgefunden hatte sie es, weil sie seine SMS gelesen hat. Francine schmiss Florian sogleich raus. Er nächtigte im Auto und zertrümmerte sein Handy. Ähnlich dramatisch trennte sich Vera Dillier 2014 von Felix Guyer. Auch nachdem sie seine SMS gelesen und rausgefunden hat, dass Guyer sie betrügt. Während Wochen dominierten Dillier und Guyer die Boulevard-Schlagzeilen. Das Grande Finale gabs bei Patty Boser im «Lifestyle»: Dillier zeigte einen dicken Stapel Papier. Sie hatte den Fremdgeh-Chat von Guyer ausgedruckt. Bei so viel Drama hatten sowohl Florian als auch Felix dennoch Glück im Unglück: Stellen Sie sich vor, Social Media wäre anno dazumal schon hip gewesen. Der Disput von Hänni und Vinokurov, da bin ich mir sicher, wäre im Vergleich dazu ein herziges kleines Dispütli.
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ/Instagram