Es ist nur eine kurze Begegnung, die mir neulich unter die Haut geht. An einem Event treffe ich Fabienne Louves (gr. Bild). Wir umarmen uns, wechseln ein paar Worte. Fabienne strahlt. Fabienne, das blühende Leben. Fabienne, die Frau mit dem XL-Lachen. Fabienne, die nicht nur auf der Musical-Bühne, sondern auch im Hundesalon steht, wo sie Vierbeinern die besten Looks verpasst. Und Fabienne, die in den letzten Monaten weder auf der Musical-Bühne, noch im Hunde-Salon ihre Talente zum Besten gab.
Nach einer Brustkrebs-Diagnose letzten Herbst musste sich Fa-bienne einer Chemotherapie unterziehen. Über diese Zeit sagt sie: «Du bist wie im Tunnel. Funktionierst einfach. Du willst überleben.» Fabienne hat überlebt. Und wie. Heute gilt die Luzernerin als krebsfrei. Auf Instagram zeigt sich Fabienne neulich mit kurzem Haar. Es sind ihre eigenen, die nachwachsen. Fabienne berührt mich. Fabiennes Mut berührt mich. Fabienne ist Power, Leben, Vorbild.
Und Fabienne ist nicht die Einzige, die in den letzten Wochen und Monaten der Endlichkeit ins Auge blickte. Auch Alexandra Maurers Geschichte geht mir durch Mark und Bein. Bei der Geburt ihrer zweiten Tochter am 12. Juni kommts zu Komplikationen: Die Moderatorin landet auf der Intensivstation, wo die Ärzte in einer mehrstündigen Operation um Alexandras Leben kämpfen – und gewinnen. Einen ganzen Monat muss Alexandra im Spital bleiben. Über diese Zeit schreibt Maurer auf Instagram: «Was einer der glücklichsten Tage meines Lebens hätte werden sollen, wurde zur bis jetzt grössten Herausforderung meines Lebens.» Genau wie Fabienne erobert sich auch Alexandra ihr Leben zurück. Ich habe allergrössten Respekt. Und bin sicher, dass die Welt nicht nur in der Redewendung den Mutigen gehört. Allen voran den Mutigsten. Fabienne, Alexandra und allen anderen Kämpfer:innen-Herzen da draussen!
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ/Instagram