Ich könnte ohne mit der Wimper zu zucken über Danilo Serallo motzen. Zumal ich den aktuellen «Bachelor» wirklich schlimm finde. Und zwar von der Frisur (alles nach hinten gegelt und gebleicht) über die Tattoos (ganzer Oberkörper voll, viele religiöse Motive) bis zu den Zehnenspitzen. Am schlimm-besten wirds, wenn Danilo den Mund aufmacht. Da kommt nur Chabis raus. Oder Zungen rein. Und zwar die Zungen verschiedenster Kandidatinnen. Von denen die einen eigentlich nicht beim ersten Date rummachen wollen. Gehört sich ja nicht für «Ladies». Warum es sich dann für «Ladies» gehört, bei diesem Trash-TV-Format mitzumachen, erschliesst sich mir nicht.
Ich schweife ab. Eigentlich will ich Danilo zur Staffel-Halbzeit nämlich loben. Dafür, dass er selbstbewusst mit Julia rumgemacht hat. Das, nachdem ihm die 18-Jährige offenbart hat, dass sie als Junge zur Welt gekommen ist. Sie hat es ihm anhand eines Schmetterlingtattoos erklärt. Er wisse ja, dass ein Schmetterling eine Metamorphose – okay, Julia hat «Entwicklung» gesagt – durchmacht, bevor er seine Flügel entfaltet. Danilo war verwirrt. Gut möglich, dass er in Biologie einen Fensterplatz genossen hat. Als Julia dann aber Tacheles sprach, reagierte Danilo …. super. Wirklich. Er sagte, sie sei für ihn eine richtige Frau und dass es für ihn kein Problem sei, dass das nicht immer so war. Später dann eben Geknutsche.
Ziemlich woke von Danilo. Zumal ich davon ausgehe, dass er sich von seinen Kollegen den ein oder anderen Spruch dazu anhören muss. Dafür, dass er darüber steht, bekommt er von mir tausend Pluspunkte. Ich gehe dennoch nicht davon aus, dass Danilo Julia die letzte Rose übergeben wird. Wer diese bekommt, kann ich noch nicht abschätzen. Tippe aber 20 Stutz drauf, dass er, wenn er denn könnte, diese sich selber überreichen würde.
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ/3plus