Wahrscheinlich feiert mein Hormonhaushalt gerade eine sehr wilde Perimenopausen-Party. So bin ich nämlich zurzeit sehr nah am Wasser gebaut. Mir kamen neulich tatsächlich die Tränen, als ich las, dass das Baby-Äffchen Punch, das in einem japanischen Zoo von seiner Mutter verstossen wurde, in einem Plüsch-Orang-Utan ein Ersatz-Mami gefunden hat.
Noch mehr Tränen der Rührung kommen mir letzte Woche, als ich mich mehr gelangweilt als wirklich neugierig durch Instagram scrolle. Ich stosse auf ein Video von Kerstin Cook (gr. Bild), das sie mit einem siebenjährigen Buben zeigt. Wir sehen die Ex-Miss und das Kind am Strand, beim Zubettbringen, beim Spielen, beim Kuscheln, beim sich gegenseitig anhimmeln. Jösses! Zum Video schreibt die Miss Schweiz aus dem Jahr 2010, dass es sich beim Jungen um ihren Adoptivsohn handelt. Und dass sie es kaum erwarten kann, den Rest ihres Lebens mit ihm zu verbringen. Die Adoption bringt sogar einen Wohnortswechsel mit sich, sagt Cook im Gespräch mit «Blick». «Ich werde diesen Sommer für ein paar Jahre nach Brasilien ziehen. Sicher, so lange bis die Adoption abgeschlossen ist», sagt sie. «Die Adoption ist ein langer und anspruchsvoller Weg und kann mehrere Jahre dauern», erklärt sie. Das Wichtigste aber: «Ich bin unendlich glücklich.»
Ob Kerstin den Buben alleine oder mit einem Partner adoptiert, lässt die Schweizerin mit englischen Wurzeln offen. Ganz egal, ob mit oder ohne Mann: Kerstins Weg erfordert viel Mut, Geduld, Zuversicht und dann vor allem einfach Liebe. Ich bin überzeugt, dass der Bub ein riesiges Glück mit Kerstin hat. Genau so sicher bin ich, dass sie ihre Mutter-Rolle mit Bravur, viel Freude und Empathie leben wird. Und nun raten Sie mal, was ich tue, während ich diese Zeilen schreibe? Oder nein, raten Sie nicht. Reichen Sie mir lieber ein Nastüechli. Danke.
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ/Instagram