Maja Zivadinovic ist zwar ein Fan von Beatrice Egli, hat mit deren Engagement bei "Germany's Next Topmodel" aber Mühe. Bild: MZ
Warum ich Beatrice Egli (im Bild) bedingungslos liebe, weiss ich gar nicht so genau. Einer der Gründe ist sicher, dass ich in Köln im «DSDS»-Studio live dabei war, als die Schlagersängerin 2013 die Staffel gewann. Ihr Siegersong «Mein Herz» half mir später durch immensen Liebeskummer.
Später begleitete ich Beatrice bei einem Konzert im Zürcher Volkshaus. Backstage sprachen wir über Männer, Musik und darüber, wie wir es geschafft haben, unsere Kurven zu lieben. Ja, Beatrice und ich, es ist irgendwie Liebe.
Wen ich derweil so gar nicht liebe, ist Heidi Klum. Primär ihre Rolle in «Germany’s Next Topmodel». Letzte Woche bleibe ich nach längerer Zeit mal wieder hängen, als ich mich in die Reality-Show zappe. Da ist sie wieder, die viel zu grelle Stimme, das viel zu aufgesetzte Getue und die Gnadenlosigkeit, für gute Quoten Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters vorzuführen. Ich will grad umschalten, als ich zwischen Heidi und viel Bla Bla Bla sie entdecke: Beatrice Egli! Bei «GNTM»! Was macht sie da und warum? Ich bleibe hängen und schaue dabei zu, wie die Schwyzerin hier einen Mann sucht. Natürlich nicht für sich privat (oder vielleicht doch ein bisschen?). Offiziell ist Egli hier, um die männliche Rolle für ihr Musikvideo zum Lied «Alibi» zu besetzen. Nun müssen die Bewerber vortanzen. Zur Schlagermusik haben sie allesamt keine Affinität. «Ich möchte sehen, wie ihr euch bewegt, was ihr euch einfallen lasst und wie ihr mich sozusagen bezirzt», sagt Egli und lacht.
Ich finds nicht lustig. Hier ist alles aufgesetzt. Am Ende gewinnt der 31-jährige Tony aus Berlin. Ob das wirklich ein Gewinn für Tony und Beatrice ist, wage ich zu bezweifeln. Von der Glaubwürdigkeit her empfinde ich es in etwa so, wie wenn SP-Nationalrätin Jaqueline Badran bei DJ Antoine in einem Musikclip mitspielen und mit ihm flirten würde.
Text und Bild: Maja Zivadinovic