Corine Mauch
Während Basel diesen Monat mit Bravour einen farbenfrohen Eurovision Song Contest präsentierte, geizte auch das Zürcher Kulturleben nicht mit Höhepunkten:
● Die Eröffnung des Haus Konstruktiv im Löwenbräu-Areal. Ich wünsche dem grossartigen Museum einen erfolgreichen Start am neuen Standort im Kreis 5!
● Das Ja des Stadtparlaments zum Erhalt und zur Schaffung zusätzlicher preisgünstiger Arbeitsräume für Kulturschaffende in Altstetten.
● Der Zürcher Kunstpreis für die Pianistin Simone Keller – eine einzigartige Künstlerin, die Menschen mit ihrer Musik verbindet und gesellschaftliche Themen hörbar macht.
● Der Grundstück-Kauf im MFO-Areal in Oerlikon durch die Stadt, der spannende Perspektiven für Kulturangebote im Norden eröffnet.
● Die erfolgreiche Ausstellung «Hallyu! The Korean Wave» im Museum Rietberg über die pulsierende Popkultur Südkoreas. Ich empfehle Ihnen einen Besuch von Herzen!
Ich könnte weiter aufzählen. Und wahrscheinlich würden Sie weitere persönliche Highlights einbringen. Das ist schön und zeigt: Die Vielfalt an qualitativ hochstehenden Angeboten ist gross, und sie ist für mich die ganz grosse Stärke unserer Kulturstadt. Dieser bunte Strauss spiegelt das lebendige Zusammenspiel von unterschiedlichen Ausdrucksformen, von kleinen und grossen Institutionen und der freien Szene.
Der Erhalt dieser Vielfalt und Qualität ist keine Selbstverständlichkeit. Viele freie Kulturschaffende arbeiten dafür, zum Teil unter prekären Bedingungen. Aber auch grosse Institutionen mit sehr guten Besuchszahlen kämpfen zunehmend mit finanziellen Herausforderungen – etwa wegen der Teuerung und Rückgängen beim privaten Sponsoring. Deshalb setze ich mich weiterhin leidenschaftlich und überzeugt für Investitionen in die Kultur ein. Sie stärken unsere Lebensqualität, unser gutes Zusammenleben und die kritische Auseinandersetzung in einer komplizierten Welt.
Corine Mauch, Stadtpräsidentin,Präsidialdepartement
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Lubosch Held Hrdina am 28.05.2025 11:20:43 Beitrag melden
Erst die Kleinen machen Zürich gross
Frau Mauch, Sie haben Recht: Vielfalt ist nicht selbstverständlich. Trotzdem haben Sie die zwei kleinsten Theater der Stadt Zürich von Ihrer Subventionsliste gestrichen. Warum? Sie sparen dadurch 80000.- und verlieren extrem viel Vielfalt und Kultur. 6500 Petitionsunterzeichnende bitten Sie seit zwei Jahren - erhalten Sie diese zwei Kleinode! Erst die Kleinen machen Zürich gross. Helfen Sie.
Lubosch Held Hrdina antworten