Corine Mauch
Wo haben Sie den Sommer verbracht, liebe Leser*innen? Am Strand? In den Bergen? Im Büro? Auf der Baustelle? Hier in Zürich neigt sich der Sommer mit dem Ende der Schulferien für viele dem Ende zu. Oje, könnte man denken. Hurra, denke ich! Sommerende bedeutet hierzulande nämlich Zeit für Spektakel: Theater Spektakel!
Vom 14. bis 31. August können wir am Zürcher Seebecken wieder Kunst erleben. Das diesjährige Programm verspricht Aussergewöhnliches: Performances, Tanz, Theater, Zirkus, Installationen und Strassenkunst aus aller Welt schaffen Räume für kreative Experimente und gesellschaftliche Reflexionen. Wir dürfen aus dem Publikum wieder Sätze hören wie: «Mir sind scho nach 5 Minute Träne cho» oder «Ui nei, das Stuck isch zu crazy gsi!» oder «Häsch du diä Aspielig mit em Buech tschäggt?» Kunst ist nicht einfach. Kunst verlangt Aufmerksamkeit, Hinschauen, Zuhören und Mitdenken. Kunst hilft aber auch, Widersprüche und Komplexität auszuhalten. Und künstlerische Strategien können uns helfen, voneinander zu lernen und Verbindungen zu schaffen. Wenn wir ein Theaterstück oder eine Performance erleben, dann hören und sehen wir Geschichten von Menschen. Wir erleben sie auf der Bühne und sind in diesem Moment mit ihren Schicksalen verbunden. Kunst ermöglicht uns somit einen Zugang zur Empathie. Dieser könnte angesichts der aktuellen Weltlage nicht wichtiger sein könnte.
Ich hoffe, Sie freuen sich genauso sehr wie ich auf 18 Tage grossartige internationale Kunst. Auf provokante Performances, berührenden Tanz und spektakuläres Theater. Nächsten Donnerstag geht es los!
Und gute Nachrichten für die Festfreudigen: Das Seebecken verwandelt sich bereits dieses Wochenende in eine Partymeile. Am Samstag wird es laut, bunt und extravagant in der Innenstadt: Es ist Street Parade! «Live Love, Love Life» lautet das diesjährige Motto. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Corine Mauch,Stadtpräsidentin,Präsidialdepartement