Daniel Leupi
Nächste Woche konstituiert sich der Stadtrat neu. Drei Bisherige treten ab, drei Neue treten an. Wie immer wird spekuliert. In den Medien: Gibt es Rochaden? Am Stammtisch: Wer erhält was? In der Verwaltung: Wer wird meine neue Chefin, mein neuer Chef?
Ich kann heute noch nichts über die Departementsverteilung verraten. Ausser, dass ich mich auf die Zusammenarbeit mit den neu gewählten und bisherigen Mitgliedern freue. Gemeinsam in einem kollegialen Geist tragfähige Lösungen für Zürich erarbeiten. Neue Akzente setzen. Bewährtes sorgsam weiterentwickeln.
Nicht nur im Stadtrat gibt es neue Gesichter, auch im Parlament und in den Parteien. An den Mitgliederversammlungen der Grünen erscheinen – wie in allen Parteien – immer wieder neue Mitglieder. Auch ganz Junge, die noch nicht lange in der Politik sind. Für einzelne von ihnen bin auch ich ein neues Gesicht. So bei der letzten Versammlung: Ein junger Mann kam auf mich zu und sagte, dass ich ihm bekannt vorkomme. Er habe mich auf den Wahlkampfplakaten gesehen. Ob ich Filippo Leutenegger sei?
Ich musste schmunzeln. Leu-pi, Leu-tenegger... Da kann man sich jahrelang noch so bemühen: mehr Grün, mehr Velo auf der einen, mehr Blau, mehr Parkplatz auf der anderen Seite. Drei übereinstimmende Buchstaben im Nachnamen genügen und schon wird man verwechselt...
Die Begegnung zeigte mir aber vor allem, dass bei aller Wichtigkeit meines Amtes und der Verantwortung, die damit einhergeht, die Bedeutung eines Einzelnen im Gremium relativ ist. Es zählt die Zusammenarbeit.
Stadtrat Daniel Leupi, Finanzdepartement
PS: Im Übrigen bin ich immer noch der Meinung, dass Bundesrat und Regierungsrat Sans-Papiers regularisieren sollten.