Stadträtin Karin Rykart.
Ich mag den Sommer, die langen Tage und die Wärme. Was sich in den letzten Wochen abspielt, ist jedoch aussergewöhnlich: Extreme Hitze, kaum Regen. Europaweit fielen Ende Juni die Rekorde. Die Messstation auf dem Zürichberg zeigte während zehn Tage im Durchschnitt mehr als 34 Grad. Ein Extremereignis, das vor allem auch dem Klimawandel geschuldet ist. Und seither gab es kaum Abkühlung.
Ich gehöre zu den Privilegierten. Im Büro kann ich der Bruthitze – unterstützt von einem Ventilator – zumindest ein bisschen entfliehen. Aber das können nicht alle. Unter Freunden und in den Medien ist das Thema allgegenwärtig: Wie können Schüler*innen bei dieser Bruthitze lernen? Wie überstehen Bauarbeiter*innen ihren Tag?
Als Sicherheitsvorsteherin habe ich aber vor allem auch den Blick auf die Mitarbeiter*innen der Blaulichtorgani-sationen, die zu meinem Departement gehören. Beim Zurich City Triathlon Ende Juni fragte ich mich beispielsweise, ob es die zahlreichen Mitarbeitenden von Schutz und Rettung Zürich entlang der Rennstrecke gesund ins Ziel schaffen. Sie sorgten bei 37 Grad für das Wohl der Teilnehmenden – und leiden selbst unter diesen aussergewöhnlichen Bedingungen. Genauso die Feuerwehrleute, die trotz Hitze in Brandschutzkleidung zu ihren kräftezehrenden Einsätzen ausrücken. Auch für die Stadtpolizei bedeuten hohe Temperaturen eine grosse Belastung, etwa an der Zurich Pride, wenn Tausende von Menschen bei grösster Hitze durch die Strasse ziehen. Bei Demonstrationen tragen die Einsatzkräfte Uniform und Schutzweste, oder je nach Anlass sogar die Ausrüstung für den Ordnungsdienst. Diese wiegt – inklusive Helm und Munition – fast 30 Kilogramm.
Ob Polizei, Sanität oder Feuerwehr: Ihnen möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Sie sorgen dafür, dass wir uns auch bei extremen Wetterverhältnissen sicher fühlen können. Die Prognosen für die Zukunft sind klar: Klimabedingte Wetterextreme wie Hitzewellen und Starkregen werden zunehmen. Das bereitet mir Sorgen – um alle Menschen, die besonders darunter leiden. Aber auch Sorgen um alle, die bei extremen Verhältnissen viel leisten müssen.
Stadträtin Karin Rykart, Sicherheitsdepartement
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Claudio am 15.07.2026 13:29:39 Beitrag melden
Verbesserungsvorschlag
Ich begrüsse Ihre Sorge und freue mich, dass Sie den Mitarbeitenden Dank aussprechen. Wo Sie aktiv Verbesserungen machen könnten: teilweise herrschen in den Garderoben etc. der Einsatzkräfte sehr hohe Temperaturen, sodass diese bereits verschwitzt und aufgeheizt zum Dienst ausrücken.müssen. Diese Räume mit geeigneten Mitteln runterkühlen wäre auch Wertschätzung.
Claudio antworten -
Peter Vogelsanger am 15.07.2026 17:30:23 Beitrag melden
Sommerzeit
Bisher war der Sommer wirklich schön und warm. In weiten Teilen der Welt war und ist es sehr warm. Nehmen wir nur Las Vegas in Nevada, USA als Beispiel. Statt dem Klimawandel die Schuld zu geben, sollten wir lernen mit der Wärme umzugehen. Z.B. Klimaanlagen einzubauen, Uniformteile kaufen, die kühlen, usw.! Viele Menschen freuen sich an dieser Wärme. Man muss auch nicht in den Süden fliegen.
Peter Vogelsanger antworten