ZSC-Goalie Simon Hrubec hebt triumphierend einen Arm in die Höhe. Können die Lions auch diese Saison alle Aufgaben stemmen? Bild: Media Team ZSC Lions
02.09.2025 15:57
Die Bürde für die Lions wird immer schwerer
Eishockey Zum Start in die neue Saison treten die ZSC Lions sowohl in der nationalen Meisterschaft wie in der Champions Hockey League als Titelverteidiger an. Die Erwartungen sind entsprechend hoch, doch eine erneute Dominanz der Eislöwen ist eher nicht zu erwarten. - Von Sacha Beuth
Am Dienstag, 9. September, beginnt für die ZSC Lions zu Hause gegen den EHC Biel (siehe Box) in der nationalen Meisterschaft die Mission Titelverteidigung. Sollten die Lions in der Folge so souverän auftreten wie in der letzten Saison, als man die Regular Season trotz unerwartetem Trainerwechsel locker auf Platz 2 abschloss, in den Playoffs von 16 Spielen nur deren 4 abgab und quasi so nebenbei die Champions Hockey League gewann, ist am Erfolg der Mission kaum zu zweifeln. Allerdings musste das Team von Headcoach Marco Bayer in den letzten Wochen erfahren, dass die Bürde diese Saison noch schwerer geworden ist. Internationale Testspiele gegen Fiala Selection, Schwenningen, Ingolstadt und Straubing gingen allesamt verloren. Und auch in der ersten Partie der neuen Champions-Hockey-League-Saison setzte es gegen die Pinguins Bremerhaven eine Niederlage ab (2:3 n. V.) bei der aber wenigstens ein Punktgewinn herausschaute.
Zu kurze Vorbereitung
Pünktlich zum Meisterschaftsstart scheinen sich die Lions jedoch gefangen zu haben. So fegten die Zürcher am Sonntag bei ihrem zweiten CHL-Auftritt das polnische Team von GKS Tychy mit 4:0 vom Eis. Überbewerten will man den Erfolg dennoch nicht und stapelt insgesamt tief. «Der Sommer war zu kurz für eine ausgiebige Vorbereitung. Mit Vinzenz Rohrer und Juho Lammikko verliessen uns zwei wichtige Spieler und dann kam auch noch die Verletzung des neu verpflichteten Ausländers Andy Andreoff hinzu. Unter diesen Vorzeichen wäre es vermessen zu sagen, dass wir wieder so dominieren werden», sagt Lions-Sportchef Sven Leuenberger. Wichtig sei, das grosse Selbstvertrauen der letzten Saison wiederzuerlangen. «Das geht am besten mit harter, ehrlicher Arbeit». Die wirtschaftlichen und sportlichen Ziele seien dieselben wie in der Vergangenheit. «In der Meisterschaft möchten wir einen Platz unter den ersten Vier erreichen und damit vom Heimvorteil im Playoff-Viertelfinal profitieren. In den Playoffs budgetieren wir mit dem Halbfinal. In der Champions Hockey League geht es zuerst darum, dass wir uns für die K.o.-Phase qualifizieren. Dann schauen wir weiter. Klar ist auch: Jeder Spieler in unserer Garderobe strebt nach dem maximalen Erfolg – egal ob national oder international.» Das ist auch unabdingbar für die genannten Ziele, denn gerade die nationale Konkurrenz hat teilweise deutlich aufgerüstet. Leuenberger nennt neben dem eigenen Team mit Lausanne, Genf, Zug, Bern, Davos und Fribourg gleich sechs weitere Kandidaten, die das Zeug dazu hätten, Meister zu werden.
Zusätzlich verstärken wollen sich die Lions – sofern sich keine weiteren Spieler mehr verletzten – nicht. «Das Kader steht und ich hoffe, dass unsere Youngsters und die Spieler im mittleren Alter den nötigen Schritt vorwärts machen können». Beim Startspiel gegen Biel haben sie eine gute Gelegenheit dazu.
Das «Tagblatt» verlost 3 x 2 Tickets für das Spiel ZSC Lions – EHC Biel am Dienstag, 9.9. 2025, in der Swiss Life Arena (Spielbeginn 19.45 Uhr). Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Namen, Adresse und Telefon sowie dem Betreff Saisonstart an:
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