Derby mit «schlechten» Siegern
Ein Tor von Lindrit Kamberi besiegelte den Erfolg des FCZ im 292. Derby. Die ereignisarme Partie endete nach Provokationen der FCZler in Tumulten. - Von Sacha Beuth
Livano Comenencia vom FCZ (r.) setzt sich gegen Samuel Krasniqi von GC durch. Bild: FCZ/freshfocus; B. Faes
Ein Tor von Lindrit Kamberi besiegelte den Erfolg des FCZ im 292. Derby. Die ereignisarme Partie endete nach Provokationen der FCZler in Tumulten. - Von Sacha Beuth
Kaum Torszenen, viele Fehlpässe und bis zum Schlusspfiff wenig Intensität. Das 292. Stadtzürcher Derby am letzten Samstag war alles andere als ein fussballerischer Leckerbissen. So blieb denn auch der matchentscheidende Treffer von Lindrit Kamberi zum 1:0 für den FCZ in der 20. Minute der einzige sportliche Höhepunkt. Umso mehr sorgten die Szenen nach Spielende für Aufsehen. Leider nur im negativen Sinne. Denn kaum hatte Ref Urs Schnyder die Partie beendet, marschierte FCZ-Spieler Jahnoah Markelo zur Bank der Grasshoppers und provozierte diese mit Jubelgesten. Dies löste umgehend eine Tumult zwischen den beiden Teams aus. Es wurde gezupft, gezogen und geschlagen. Schnyder bestrafte die Aktionen mit direktem Rot für Markelo, einmal Gelb-Rot gegen Livano Comenencia (FCZ) sowie Gelb gegen Oscar Clemente (GC). Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat sich der Vorfälle bereits angenommen und bestrafte Markelo mit drei Spielsperren. Comenencia muss eine Partie pausieren und gegen Mariano Gomez (FCZ) wurde ein Verfahren eröffnet.
Dass vor allem der FCZ zum unrühmlichen Ende beitrug, gab selbst deren Präsident Ancillo Canepa zu. «Man muss fair sein beim Verlieren. Man muss aber auch fair sein, wenn man gewinnt», liess er gegenüber dem «Landboten» verlauten.
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