Spanien ist der "Tagblatt"-Topfavorit auf den WM-Titel 2026. Bild: wikipedia; Biso
09.06.2026 16:53
WM-Special - Die Favoriten
Schafft Spanien den zweiten Streich?
Portugal, Frankreich, Spanien oder Argentinien– selten war der Kreis der möglichen Titelkandidaten so gross wie an dieser WM. Dennoch legt sich das «Tagblatt» auf das Team von de la Fuente fest. - Von Sacha Beuth
Portugal, Frankreich, Spanien und Argentinien, knapp dahinter Deutschland, England, Kroatien, Belgien und Brasilien – selten war der Kreis der Titelkandidaten so gross wie an dieser WM. Dennoch legt sich das «Tagblatt» auf das Team von Trainer Luis de la Fuente fest. Denn «La Furia Roja» ist in allen Mannschaftsteilen bestens besetzt und darum bereit für den zweiten Titel nach 2010. So gibt nur wenig bessere Goalies als Raya vom Champions-League-Finalisten Arsenal. Die Verteidigung bildet mit Cucurella, Laporte, Cubarsi und Eric Garcia ein fast unüberwindbares Bollwerk, dass sich zudem immer wieder klug in die Offensive einschaltet. Im Mittelfeld ziehen Rodri und Pedri die Fäden und im Sturm verfügt Spanien mit Olmo und Torres über zwei kraftvolle Torjäger und mit Yamal und Williams über zwei Weltklasse-Techniker.
Frankreich glänzt hinten mit Upamecano, Saliba und Lucas Hernandez und hat Topstürmer wie Dembélé, Mbappé, Doué und Olise, aber keinen Topgoalie und ist auch im Mittelfeld schwächer besetzt als auch schon. Portugal fehlt ebenfalls ein Weltklasse-Torhüter und Stürmer Cristiano Ronaldo dürfte mit seinen 41 Jahren kaum an alte Glanzzeiten ansetzen können, so dass es trotz Ausnahmefussballern wie Nuno Mendes, João Neves, Vitinha und Gonçalo Ramos wohl nichts wird mit dem WM-Sieg. Argentinien verfügt über eine Top-Defensive. Auf der anderen Seite hat Messi seinen Zenit überschritten. Deutschland und England sind vorne top und hinten flop. Bei den launischen Kroaten hängt viel davon ab, wie sie ins Turnier starten. Bei Belgiens stellt sich die Frage, ob bei der in die Jahre gekommenen goldenen Generation um Courtois, Meunier und De Bruyne die Kraft reicht. Und Brasilien muss man trotz der schwachen Qualifikation (nur Rang 5) immer auf der Rechnung haben.